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Bogotá, Kaffee und mehr


Auf dem Weg in die Tatacoa-Wüste kommen wir am Mirador La Mano del Gigante vorbei.



Der Ursprung des Namens ist unklar, es ist weit und breit weder eine Hand noch ein Riese zu sehen, aber es handelt sich um einen Geländepunkt mit sehenswerter Aussicht, sehr Touristengerecht präpariert und einen Besuch durchaus wert.

In Neiva gibt es einen Bremsenprofi, der sich unserer Vorderbremsen annimmt. Die originalen Mercedes-Bremsbacken hat er nicht, deswegen wird aus einem Alternativprodukt etwas improvisiert zurechtgefräst und eingebaut- es ist nicht ganz wie erhofft, aber ein wenig besser bremst unser Auto nun und das Warnlicht ist erloschen. Die Registrierung unserer SIM-Karten\ Handys bei Claro funktioniert in der Hauptzweigstelle nach einer Stunde auch endlich und wir fahren bis kurz vor der Eindunkelung zum Campingplatz in der Tatacoawüste.



Es ist ein 330 km2 Gebiet, welches seiner Entstehung der besonderen geographischen Lage zwischen den beiden Gebirgszügen der Zentral- und der Ostkordillere zu verdanken hat. Durch die hohe Durchschnittstemperatur reicht die Niederschlagsmenge von etwa 1000 mm pro Jahr nicht aus, um die Verdunstung auszugleichen. Der Weg durch das "Red-Valley" sieht von oben einfach zu durchlaufen aus, aber ohne die Navigation mit Gaia wären wir wahrscheinlich vollends verloren gewesen. Überall gibt es überzeugende Wegspuren und nur wenige führen zum Ziel. Belohnt werden wir mit pittoresken Geländeformationen, die der Regen im sandigen Gestein geschaffen hat und mit blühenden Kakteen.



Wir fahren anschliessend durch den grauen Teil der Wüste, der seine Farbe dem hohen Phosphatgehalt des Gesteins verdankt, im weiten Bogen zurück zum Rio Magdalena, den wir in abenteuerlicher Art auf einer kleinen Fähre überqueren.



Bogotá ist eine Hauptstadt mehr, die nicht zuoberst auf unsere Speisekarte steht. Wir wollen dort aber unsere Bremsen nachbessern lassen. Die Mercedes Zweigstelle gibt sich alle Mühe, entlüftet die Bremsen nochmals mit Überdruck, sieht sich aber ausser Stande, innert nützlicher Frist die richtigen Bremsbacken zu beschaffen. Also wird das Gebastel wieder eingebaut und ein weiterer Tag ist vergangen. Unsere Bleibe mitten im Zentrum ist das sehr zu empfehlende Hostel Spotty, Emily wird gegenüber im bewachten Parqueadero abgestellt. Das berühmte hiesige Teatro Colón kann uns leider keine Vorstellung oder Konzert bieten und die Casa de la Moneda, vielfach empfohlen, ist geschlossen.




So bleibt es bei einer Besichtigung des Zentrums (hier gibt es die viel gerühmte Plaza Bolivar, die übliche Kathedrale, Märkte und viel Leben) , eines Heimatmuseum und des Quartiers Candelaria, welches bekannt ist für seine vielen kunstvollen Graffiti und wo wir uns besonders wohl fühlen.

Die Weiterfahrt Richtung Nationalpark Los Nevadas ist ziemlich eintönig und wir machen einfach Kilometer.



Wir hatten uns sehr darauf gefreut, in besagtem Park zu wandern, jedoch finden wir keinen offenen Zugang und die Nachfrage bei der Tourismusinfo im nahen Manizales ergibt leider, dass die hiesigen Vulkane eine Begehung des Gebietes aufgrund zu hoher Aktivität verbieten. Manizales wurde hoch thronend auf einem spitzen Hügel erbaut. Das macht die Durchquerung per Auto recht abenteuerlich. Seine ziemlich speziell anmutende Kathedrale ist eine Betonkonstruktion mit neugotischen, neuromanischen und byzantinischen Elementen, die nach einem verheerende Brand im letzten Jahrhundert erstellt wurde und mit Feuchtigkeitsproblemen zu kämpfen hat.


So bleibt uns nur vorzuspulen und die Kaffeeachse anzufahren.



Wir machen Halt auf der Hacienda Venecia, hier gibt es ein kleines Hostel für die Übernachtung und nächsten Tags eine dreistündige "Kaffeetour", auf der uns alles über Ernte und die komplizierte Verarbeitung von selbigem in verschiedenen Qualitäten erklärt und vorgeführt wird- die nächste Kaffeeauswahl zuhause wird definitiv anders ausfallen.



Und dann fahren wir noch weiter zu den Termales Santa Rosa de Cabal. Diese liegen idyllisch von Anden- Dschungel umgeben geschmückt mit einer stufigen Kaskade etwa 30 km weiter. Wir geniessen das badewannenwarme Wasser, lassen uns so richtig durchweichen und dürfen vor dessen Türen auf dem Busparkplatz nächtigen.



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5 comentários


Kai-Olaf Dammenhain
Kai-Olaf Dammenhain
19 de jul. de 2023

Da wollen wir noch hin und rein, alle gute euch

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Kai-Olaf Dammenhain
Kai-Olaf Dammenhain
18 de jul. de 2023

teatro de colon ist ein Besuch wert, Karten einfach an der Abendkasse

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123claus
123claus
19 de jul. de 2023
Respondendo a

Wir sind schon weiter. In Buenos Aires hatten wir mehr Glück

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Hallo, schön, dass Du uns gefunden hast!

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