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Ecuador zum Ersten- kleines Land, viel zu sehen und zu erleben


Was uns hier sofort auffällt: Es gelten wieder die normalen Verkehrsregeln und die meisten Teilnehmer halten sich auch dran. Strassen und Gebäude sind in einem wesentlich besseren Zustand und Abfall wird ordentlicher entsorgt. Nicht wie zu Hause aber etwa vergleichbar zum Beispiel mit Portugal.



Wir machen zwei schöne Wanderungen im Cajas Nationalpark. Hier gibt es über 600 Lagunen, mit 4200m ist dies die höchste Wasserscheide Ecuadors zwischen Pazifik und Atlantik und auch die Wasserquelle für die Stadt Cuenca, wo wir anschliessend hinfahren.



Die Stadt soll die schönste Ecuadors sein. Auf dem zentrumsnahen Campingplatz finden wir einen sicheren und ruhigen Ort, der zum Verweilen einlädt- wir bleiben drei Nächte.



Die erste Sehenswürdigkeit, der wir einen Besuch abstatten ist das Panamahut-Museum. Hier werden wir darüber aufgeklärt, dass der Panamahut in Ecuador erfunden wurde und hergestellt wird und nicht in Panama. Wir bekommen eine Führung durch den aufwändigen Herstellungsprozess und dürfen anschliessend noch den einen oder anderen Hut anprobieren - leider habe ich (Tjorven) kein Hutgesicht/-Kopf, so dass der Kauf eines solchen ausbleibt.



Wir schlendern durch die Strassen und kommen zufällig am Museum der Medizin vorbei. Den Besuch lassen wir uns nicht nehmen- es zeigt einen kleinen Abriss unterschiedlicher Fachrichtungen wir HNO, Ophthalmologie, Gyn und Radiologie. Alles ein wenig durcheinander aber durchaus sehenswert.



Der Besuch des Pumapungo Museums mit Ausstellungen zur Lokalkultur und Völkerkunde erschlägt uns fast mit seiner Fülle an Informationen, ist aber toll hergerichtet. Wir belohnen uns anschliessend mit einem wunderbaren Sushi-Essen.



Soviel Input braucht schmackhafte Kalorien, um alles irgendwie zu verarbeiten.

Alles in allem gefällt uns Cuenca gut, aber nicht durchwegs herausragend.



Wir ziehen weiter Richtung Norden und machen kurze Kulturstopps in Chordeleg - die ursprüngliche Silberschmiedestadt Ecuadors. Schmuck in Hülle und Fülle liesse sich hier erstehen, doch wie dieser hergestellt wird, wird leider nirgends gezeigt.



Ein weiterer Stopp ist in Gualaceo, die Casa Museo de la Macana. Hier wird und anschaulich erklärt, wie noch heute die Baumwolle mit Pflanzenfarben eingefärbt / gebleicht wird und wie die Macanas( Schals / Tischläufer,...) am Webstuhl hergestellt werden und die Abschlüsse handgeklöppelt/- geknüpft werden. Alles in jahrhundertealter Familientradition. Beeindruckend.



Die bedeutendste Inka-Fundstätte Ecuadors, Ingapirca, liegt auf unserem Weg. Diese müssen wir uns selbstredend anschauen und sind baff erstaunt, wie toll erhalten und hergerichtet dieser Ort ist. Der genaue Zweck dieser Anlage ist noch nicht entschlüsselt, wohl aber, dass es sich nicht nur um eine Festung handelte sondern auch um eine Kultstätte der Kañari. Die Inka haben sie später genutzt und ausgebaut.



Hier lernen wir Bettina und Kai- Olaf kennen und verbringen mit ihnen einen geselligen Abend, bevor wir ermattet von allen Sehenswürdigkeiten des Tages ins Bett fallen. Auch wenn die beiden Richtung Süden unterwegs sind, werden wir uns sicherlich Wiedersehen, wenn auch in Europa- wir freuen uns darauf.



Die Panamerikana Richtung Riobamba ist wegen eines Erdrutsches unterbrochen und so kommen wir unverhoffter Dinge in den Genuss einer tollen Hochlandschaft auf etwa 3500- 4000 MüM, die wir sonst nie gesehen hätten. Gewissermassen per Zufall kommen wir auch noch bei der ältesten Kirche Ecuadors vorbei. Hierzu kann man anmerken, dass die Spanier bei ihrer gewaltsamen Besiedelung und Christianisierung der Bevölkerung immer als erstes Kirchen und Kathedralen gebaut haben, sehr oft über oder anstelle von zentral wichtigen Institutionen oder Kultstätten der Urbevölkerung. Dieser Prozess dauert in Ecuador noch heute an.



Wir übernachten am Fusse des Chimborazo, dem höchsten inaktiven, vergletscherten Vulkan Ecuadors (6263 MüM) auf 4400 m. Der Gipfel des Chimborazo ist wegen seiner Nähe zum Äquator ( die Erd"kugel", ist wegen der Zentrifugalkraft am Äquator wesentlich Breiter als an den Polen) der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernte Punkt auf der Erdoberfläche. Eduard Whymper- der Erstbesteiger des Matterhorns war bereits 1880 als Erster auch auf diesem Gipfel. Von den Lokalen Begleitern redet, wie immer, keiner mehr. Ihm zu Ehren gibt es hier ein Refugio auf 5100 MüM.



Für uns aber gibt es hier "nur" eine kleine Wanderung bis zur auf 5200m gelegenen Lagune Condor Cocha und am erwähnten Refugio vorbei.

Auf dem Weg Richtung Quito machen wir einen weiteren Abstecher zu einem Natur - Highlight Ecuadors - die Caldera oder Laguna Quilotoa. Es ist zugleich der westlichste Vulkan in den ecuadorianischen Anden. Heute liegt der höchste Punkt auf 3914 m Höhe, der Durchmesser der Caldera beträgt 3 km und kann auf der Krete umwandert werden- dies wollen wir natürlich machen, die Wetterprognose für den morgigen Tag ist gut 😊.



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