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Erste Schritte


Nach zwei Nächten im Paraiso Suizo hatten wir dann doch das Gefühl, dass wir los wollten. Die Sicherheitseinbauten gegen Einbruch für die Verschiffung waren entfernt, der Heizventilator wieder funktionstüchtig und unsere Habseligkeiten geordnet und eingeräumt. Der Plan war, die südöstliche Küste Urugays zu erkunden und dann in einem Bogen nach Norden via Tacuarembó die Westgrenze zu erreichen und unterwegs zu entscheiden, ob wir die Iguazú Wasserfälle noch "mitnehmen". Das Wetter versprach schön und zunehmend wärmer zu werden.


Erstes Zwischenziel war der Parador Los Dedes in Punta del Este. Das Monument und der riesige Sandstrand um den Ort sind schon beeindruckend und in der Vorsaison angenehm menschenleer, Punta del Este aber nichts so sexy, weil extrem touristisch. Unser Tagesziel Cabo Polonio haben wir ausgelassen, weil der abgeschiedene Ort im Naturschutzgebiet derzeit eher kompliziert zu erreichen ist und uns statt dessen nach Aguas Dulces bewegt, nicht ohne uns an einer der Mauntstationen der Interbalnearia (nicht ganz freiwillig) einen Telepéage Prepaid Badge verkaufen zu lassen.


Wie gesagt gibt es derzeit fast keine Touristen, man trifft aber ab und an Einheimische, die ebenso neugierig wie hilfsbereit sind. Der Campingplatz im Ort ist noch geschlossen, aber die freundliche Polizistin im örtlichen Posten verwies uns an eine Freizeitanlage, auf deren Gelände Emily und wir freundlicherweise und kostenlos die Nacht verbringen durften.



Ebendort wurden wir von einer weiteren Familie angesprochen, primär eigentlich wegen Emily. Ob sie zu verkaufen sei? In Uruguay fänden sich praktisch keine 4x4 Sprinter. Und wo wir hin wollten? Nach Tacuarembó? Das sei kein lohnendes Ziel, wir sollten doch lieber nach San Gregorio de Polanco etwas weiter im Süden fahren, da sei es schön.

Gesagt, getan. Tags darauf nahmen wir die 366 km unter die Räder und durften dabei feststellen, dass auch in Uruguay nicht alle Hauptstrassen geteert und einige davon auch in einem ziemlich erbärmlichen Zustand sind.



Belohnt wurde wir mit der Aussicht auf weite, offene Landschaften, zumeist Weideland für Rindviecher, Schafe und Strausse, teils garniert mit Eukalyptusplantagen. Stundenlang und ohne Ende.



San Gregorio de Polanco liegt auf einer Halbinsel in einer grösseren Laguna und ist von Süden nur mit einer winzigen Fähre erreichbar, die deswegen auch kostenlos ist, ebenso wie der ziemlich ausgedehnte und sehr hübsch angelegte örtliche Campingplatz.

Morgen wollen wir weiter nach Salto in eine der dortigen Thermen, einen Ruhetag einlegen und uns dann Richtung Iguazúwasserfälle begeben.

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