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Richtung Süden



Nach Buenos Aires machen wir uns auf den Weg Richtung Süden. Wir wollen zur Halbinsel Valdés, wo es angeblich noch Wale und Orcas zu sehen gibt, allerdings ist der Höhepunkt der Saison schon vorüber. Hierzu wählen wir die Küstenstrasse. Das ist zwar langsamer und oft gibt es keine geteerten Strassen, aber natürlich viel schöner.



Zwischenhalt und ein Ruhetag in Mar de Ajó, wo gerade ein Dorffest stattfindet. Der Ort ist etwas touristisch, dadurch aber auch hübsch und sauber.



Ausgedehnte Strandabschnitte erwarten uns auf der Weiterreise, derzeit fast menschenleer. Ab und an trifft man argentinische Touristen, man kann aber ungestört irgendwo am Strand sein Lager aufschlagen und wird weder gestört noch belästigt. Zeitweise ist es sehr windig und dann sind wir froh um unsere Blechkiste, mit dem Landy wäre es etwas schwieriger.


Nach der Ortschaft Bahia Blanca sind bis zu drei Checkpoints zu überwinden. Freundliche Kontrollbeamte fragen nach mitgeführtem Obst, Gemüse und Frischfleisch weil der Süden angeblich frei von Fruchfliegen und anderen schädlichen Mikroben ist. Natürlich ist es nützlich, darüber im voraus Bescheid zu wissen. Andernfalls steht man vor der Wahl, die Sachen quasi vor den Augen der Beamten zu kochen und/oder zu essen oder abzugeben, wobei im Dunkeln bleibt, ob sie anschliessend vernichtet oder beamtenseits verzehrt werden.



Unterwegs treffen wir auf "alte" Bekannte: Flo, Babsi und ihre zwei Kinder (4 im 4x4) und Gerd und Evi, die wir bei der Fahrzeugabholung und im Paraiso Suizo kennen gelernt haben. Übernachtungsort sind die Steilküsten bei Balneario El Condor.




Dort befindet sich die weltweit grösste Kolonie von Loros barranqueros (Cyanoliseus patagonus), einer in Felshöhlen nistenden Papageienart. Die Vögel sind monogam und bewegen sich immer mindestens zu zweit, manchmal in grossen Schwärmen und verteiben nestraubende Möven mit Scheinangriffen und tosendem Geschrei. Nachts (bis morgens um 4) ist zum Glück Ruhe.









Um die Rekorde voll zu machen sehen wir später in Punta Bermeja die produktivste Seelöwenkolonie Argentiniens. Angeblich sind da in Spitzenzeiten 6 bis 9 Millionen Tiere versammelt.




Ausserdem treffen wir auf einen im Dornenbusch nistenden Mimus patagonicus ( Patagonienspottdrossel) und scheuchen beim Strandspaziergang ein Gürteltier auf, zum Glück aber keine Schlangen. Puerto Madryn ist jetzt sehr nahe. Davon mehr in der nächsten Folge.










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