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San Pedro de Acatama - Stossdämpfer reloaded


Eine Woche ist schon wieder vergangen. Es ist schon erschreckend wie schnell die Zeit läuft. Aber zum Anfang der Woche:

Das Getriebeöl kann bei Mercedes Salta direkt getauscht werden- nach drei Stunden warten können wir von dannen ziehen. Auf dem Campingplatz mitten in der Stadt verbringen wir einen weiteren chilligen Tag. Heute ist hier Ruhetag- nur ein paar weitere Camper hier, so dass wir das riesige Gelände und den Pool fast für uns haben. Am Dienstag Mittag holen wir noch das Ersatzteil für die Schiebetür und machen uns auf Richtung Chile.



Der Paso Jama hat es uns angetan und so fahren wir mit Übernachtung in Sources nach San Pedro de Atacama, wo wir am Mittwoch ankommen.



Auf dem Weg dorthin kommen wie am Piedra del Indio vorbei, einer Serie von skurrilen Gesteinsformationen und Emily erklimmt anschliessend ohne Murren neue Höhen: 4820 Meter zeigt das Navi an. Der Mont Blanc ist nur unwesentlich tiefer.



Sodann machen wir noch einen Abstecher zum Salar de Tara. Hier wird das Auto nochmal auf seine Offroadtauglichkeit getestet- zuerst ist es eine breite, viel befahrene Piste, die dann doch die eine oder andere anspruchsvollere Passage enthält. Landschaftlich wieder umwerfend. Leider merken wir nach dieser Extraschlaufe, dass wohl etwas mit den hinteren Stossdämpfern nicht stimmt- ein Blick an beide Seiten zeigt, dass der linke Öl verliert. Das trübt unsere Stimmung nach dem gerade Erlebten- so weit waren wir ja schon mal. Aber es kommt diesmal noch schlimmer.... Also neue Pläne schmieden, wo das angeschaut werden kann. Zum Glück sind wir in Chile, da sollte es mit ggf. benötigten Ersatzteilen einfacher sein. Wir beschliessen am nächsten Morgen zu Mercedes nach Calame zu fahren. Wir haben aus Sicherheitsgründen drei Nächte in einem kleinen Hostel gebucht, wo das Auto sicher steht, am Freitag treffen wir uns mit Sven, einem Schulkollegen von Tjorven- dazu später mehr.



Bei Mercedes nimmt man sich bald unserem Problemkind an und stellt fest, dass nicht nur der linke Stossdämpfer kaputt ist, sondern am rechten die untere Aufhängung gebrochen ist und irgendwo Getriebeöl raustropft. Oh ha, alles nicht gut, aber wir bekommen für Montag einen Termin für die Reparaturen. Also können wir nach einer gefühlten Ewigkeit zurück nach San Pedro fahren.



Wir erkunden noch ein wenig den sehr mit weiteren Touristen bevölkerten Ort und essen dann gemütlich im Hostel.

Freitag entschliesst Claus sich noch dazu, den noch funktionstüchtigen Stossdämpfer links einzubauen und tatsächlich bringt das eine wesentliche Verbesserung der Schaukelbewegungen, Emily schwingt nicht mehr so nach und ist besser fahrbar.



Wir besuchen die nahegelegene Festung Pukara de Quitor, die vor langer Zeit die Oase San Pedro vor Belagerung und Eroberung nach aussen geschützt hat und machen anschliessend noch einen ergiebigen Ausflug in das Valle de la Luna.



Hier kommen wir endlich mal wieder dazu, Schritte und Höhenmeter zu machen. Die Aussichten, die sich daraus ergeben in dieser skurrilen Landschaft lassen uns wieder einmal aus dem Staunen kaum herauskommen.

Für den Abend haben wir uns mit Sven verabredet- er ist mit einer Motorradgruppe von Cartagena nach Ushuaia unterwegs und wir haben unsere Route so gelegt, dass wir uns hier treffen können. Seit etwa 2009 haben wir uns nicht gesehen- da gab’s viel zu erzählen und natürlich die Erlebnisse unserer Reisen auszutauschen. Es war ein sehr kurzweiliger, lustiger Abend, abgerundet von einem feinen Essen und ein paar Piscos.



Am Samstag machen wir uns auf den Weg zu den 80 km entfernten Geysiren in Tatio. Die Piste dorthin ist zu Dreiviertel gut fahrbar- ein etwa 15 km langer Streckenabschnitt ist so furchtbar wellig, dass es schon neben der offiziellen Strecke eine „ neue“ Piste gibt. Hier lässt es sich zwar langsam, aber wesentlich besser fahren. Angekommen beim Geysirfeld erfahren wir, dass die Dinger nur morgens „spucken“. Aha, deswegen sind uns alle Touribusse entgegen gekommen. Wir sind ja erst um 12 Uhr hier.



Macht nichts- wir sind allein hier und die Geysire sprudeln und qualmen, das ist auch an Eindruck genug und mindert das Erlebnis in keinster Weise.



Wir haben uns für die Nacht auf dem am Valle de la Muerte gelegenen Campingplatz angemeldet. Es gefällt uns hier auf Anhieb und wir geniessen einen entspannten Abend- können sogar eine Sendung Nord Nord Mord, wegen des Dank Elon Musk sehr guten WIFI streamen.



Weil wir in den letzten Tagen wieder soviel erlebt haben, beschliessen wir Sonntag am Platz zu bleiben. Wir vertreiben uns die Zeit mit kleinen Reparaturen (die Funktion des GPS Trackers lässt, wie einige der Leser wohl bemerkt haben, in letzter Zeit zunehmend zu wünschen übrig) und der Innenreinigung des Fahrzeugs und lassen es uns so richtig gut gehen.

Simone hat Tjorven die Stellenausschreibung für das OP- Management in Uznach zugespielt- die Bewerbung ist raus. An die Zukunft muss ja auch gedacht werden.


Am Montag ist wieder Mercedes Tag. Den haben wir ein wenig ersehnt, da auch die Funktion der Bremsen inzwischen deutlich nachgelassen hat. Auch das ABS will nicht so recht, was allerdings auf Schotter eher ein Vorteil ist. Wir sind pünktlich um 10 Uhr vor Ort und harren der Dinge. 10.30 signalisiert die Empfangsdame, dass sie jetzt den verantwortlichen Werkstattchef mosbilisiert. 11.00 stehen dann plötzlich fünf Mechaniker ums Auto zwecks Planung der weiteren Schritte. 11.30 verlässt Emily den Platz, vermutlich in Richtung Schweisser, der die gebrochene Stossdämpferaufhängung schweissen soll. Claus ist sehr skeptisch. Das Teil besteht aus Grauguss, vermutlich wird das nicht halten. Deshalb haben wir, einmal mehr, die Mercedes Garage Thomann in Schmerikon kontaktiert, um die Ersatzteilnummer der Aufhängung in Erfahrung zu bringen. Wir erhalten die Information, wie stets, umgehend. Herzlichen Dank!


Jetzt ist Geduld gefragt. Verpflegung haben wir dabei und die Zeit vertreiben wir uns mit Blog schreiben🤗



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5 Comments


Zukunft Uznach hört sich doch ganz gut an :-)

Ihr habt sicher einen super Hämoglobinwert auf dieser Höhe.

Hebed üch witerhin Sorg, besonders mit dem Vorhaben des 6000enders.

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Liebe ihr

Wahnsinnig schöne Landschaft!

Es hat mir eben etwas weh getan, dass ihr schon an die berufliche Zukunft denken müsst.. auf wann müsstet ihr dann wieder zurück sein?

Gute Besserung der Emily.

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123claus
123claus
Mar 27, 2023
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Ja, vielen Dank aber das war ja von Anfang an klar. Wir müssen uns aber noch nicht beeilen. Wir müssen erst Mitte September zurück sein.

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Ich hoffe, ihr bekommt alles geflickt und könnt problemlos die nächste Etappe in Angriff nehmen…😀👍🏼… über 5000 m?

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123claus
123claus
Mar 27, 2023
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Wir sind zuversichtlich. Auf jeden Fall sitzen wir das jetzt aus bis alles in Ordnung ist. Und ja, vermutlich fahren wir bis auf 5400 Meter. In Bolivien sind wir sicher längere Zeit auf über 4000m unterwegs und wir woller ja auch no einen 6000er besteigen😎

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