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Tag 17+18


Wir verfolgen das Dadestal weiter. Auf der Suche nach einer wenig befahrenen direkten Route nach dem nördlich gelegenen Midelt war Sebastian fündig geworden. Die Piste zweigt kurz vor Erreichen der RN 13 nach Norden ab. Fast hätten wir sie verpasst, ist sie doch kaum erkennbar in einem Flussbett versteckt. Sie erweist sich als technisch zunehmend anspruchsvoll, wenn auch landschaftlich äusserst reizvoll. Offensichtlich wenig befahren, wurde sie nach dem Winter wohl geräumt, neuerliche Verschüttungen aber kaum beseitigt. Der Tag endet mit der Querung einer Bergflanke. Ein Gewitter zieht auf, es regnet und unsere Reifenprofile füllen sich im Nu mit Schlamm. So queren wir die letzten heiklen Runsen teils fahrend, manchmal auch ein wenig rutschend und sind froh, einen geeigneten Rastplatz zu finden.


Die Rekognoszierung der Fortsetzung zu Fuss, eine Stunde den Berg hinauf verheisst für den nächsten Tag aber nur Gutes.

Bei schönstem und trockenem Wetter verfolgen wir diese mehr als lohnende Piste Tags darauf bis zum Kulminationspunkt auf 2700 Metern Höhe und weiter hinunter bis nach Midelt.



Es verwundert kaum, dass wir auf dem ganzen Weg nur einem einzigen Fahrzeug begegnet sind. Wir werden die Route auch nicht publizieren. Nachahmer könnten doch arg in Bedrängnis geraten.

Eine Begegnung der schönen Art war aber diejenige mit den Kindern einer Hirtenfamilie, die, offenbar an Touristen nicht gewöhnt, sich kaum an uns herantrauten, obwohl sehr neugierig. Mit Trinkwasser, Schreibzeug und einigen Kleidungsstücken beschenkt, zogen sie dann freudig wieder ab. Welch ein Kontrast zur Ortschaft Midelt, wo wir in einem kleinen Lokal ein hervorragendes Mittagsmahl genossen um anschliessend nochmals den Cirque de Jafaar in Angriff zu nehmen. Da hier keine Absturzgefahr besteht kann diese technisch schwierige Schluchtdurchquerung eher als grossartige Spielerei gelten.


Unsere Reise neigt sich nun dem Ende zu. Wir wenden uns nach Norden Richtung Fès und gelangen auf Pisten in den Khenifra National Park, der wiederum für seinen Bestand an teils riesigen Pinien bekannt ist. Der Besuch lohnt sich allemal, nicht nur der Bäume wegen. Wo sie fehlen, erfreuen karge Karstgebiete, abwechselnd mit fruchtbaren Ackerflächen, blau leuchtenden Disteln und farblich wunderschönen Hochtälern das Auge.



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