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  • Autorenbildtjo

Tag 19 und 20


Wir starten nach einer ruhigen Nacht gen Azrout. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Midelt, um die für die letzten Tage benötigten Wasser- und Essensvorräte aufzustocken, geht es über kleine Pisten im Khenifra Park umsäumt von Wald und Mondlandschaft durch‘s Hinterland.



Uns begegnen wenige Halbnomaden, die mit ihren Familien und Schafherden hier draussen in ihren mit Planen überdachten Behausungen leben. Häufig ohne fliessendes Wasser und Strom. Es wirkt auf uns mindestens 100 Jahre in der Entwicklung zurück. Aber die Menschen scheinen sich mit den Umständen zu arrangieren und wirken keineswegs unglücklich.



Unser Nachtlager bauen wir auf einer schönen Zedern- Waldlichtung unsichtbar von der naheliegender Strasse auf.

In diesem Waldstück tummeln sich Fliegen zu Hauf, die fast lästig sind. Interessant ist jedoch, das sie jede noch so kleine, von uns verursachte Wasserpfütze, sofort belagern und sich quasi satt trinken.

Beim Appenzeller- Käsefondue lassen sie uns glücklicherweise in Ruhe und wir schwelgen in Heimatgefühlen 😉.

Die Nacht ist ruhig und wir starten frisch und munter in unseren letzten kompletten Offroad-Tag.

Wir schlagen den Bogen nochmals gen Süden, bevor es auf einer schmalen Waldpiste wieder Richtung Norden-Azrout- abzweigt. In den Wäldern sollen Berber- Affen leben. Ob wir welche sehen werden? Sehr gespannt wandern unsere Blicke immer wieder in die Bäume. Und tatsächlich, an einem viel befahrenen Teerstrassenstück sitzen sie am Strassenrand.




Scheinen schon an Menschen gewöhnt. Nicht das, was wir uns vorgestellt haben.

Mühsam an dieser Strecke sind aggressiv bettelnde Kinder, die uns teils fast vor das Auto springen. Es wirkt inszeniert und von den Eltern dazu angetrieben. So beschliessen wir uns wieder in eine einsamere Gegend zu bewegen. Am Mittagshalt haben wir dann tatsächlich noch Glück- wir sehen wildlebende, scheue Berberaffen, die sich von uns fern halten, sich aber von uns beobachten lassen. Ein superschönes Ereignis.

Die Erkundung einer auf der Karte weiss durchgezogenen Piste führt uns an einen Bergabhang, an dem die Strasse abgebrochen ist. Hier ist am Weiterkommen nicht zu denken. Wir beschliessen aber hier das letzte Nachtlager in freier Wildbahn aufzuschlagen.




Die Hufe der am Abend vorbeikommenden 200 Schafe hören sich an wie prasselnder Regen, bleiben aber die letzten Begegnungen mit Einheimischen an diesem Tag.



Morgen geht es auf nach Fès😊

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