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Tolhuin und ein Happy End



Wir treffen am 30. Dezember in Tolhuin ein, wo uns die Gastgeber wieder erkennen und freundlich begrüssen. Leider sei das Paket mit der Standheizung noch nicht eingetroffen. Das wissen wir. Das Tracking lokalisiert es neu in Rio Gallegos, noch ziemlich weit von hier. Nächsten Tags wird uns die Zustellung von Rio Grande aus in Aussicht gestellt. Also wohl auf den 2. Januar. Das ist doch mal eine gute Nachricht.



Wir verbringen einige Zeit mit den Formalitäten für die bevorstehende Antarktisfahrt. Gesundheitszustand und Krankengeschichte werden im besten Licht dargestellt. Fünf Jahre ohne Hospitalisation, sonst muss man ein Arztzeugnis beibringen. Die Debitkarte muss mit den nötigen Mitteln gefüttert und dem Veranstalter beigebracht werden, dass die Transaktion erst am 3. Januar erfolgen wird. Sodann vergeht einige Zeit mit Sylvestervorbereitungen: Glühwein braucht seine Zeit.



Den Sylvesterabend und den Rutsch ins neue Jahr feiern wir in der grosszügig eingeheizten Gemeinschaftshütte des Campingplatzes mit Evi, Gert, der 4x4 Familie, Peter, Heidi, Petra und Dieter. Für uns gibt es ausnahmsweise Fleisch und Gemüse und an geistigen Getränken ist kein Mangel.

Immerhin sind wir am Neujahrstag wieder fahrfähig, das Wetter recht gut und wir bewegen uns nach Nordosten Richtung Cabo San Pablo.



Dort liegt das Wrack der Desdemona am Strand welches wohl deshalb so berühmt ist, weil mühelos erreichbar, sieht man davon ab, dass die Hinfahrt u.a. über 50 km Schotterpiste führt.



Wir machen noch einen Abstecher 20 km weiter an der blind endenden Küstenstrasse Richtung Süden. Es gibt dort eine recht grosse Estancia mit eigener Kirche. Vielleicht ist das hilfreich für die langen und entbehrungsreichen Winter. Im Camping Miguel und Silvia, mit direkter Aussicht auf das Wrack, bekommen wir zusammen mit den 4x4's ein hervorragendes Abendessen mit Empanadas, frischem Lachs, Gemüse und Kartoffeln.



Leider mussten wir feststellen, dass die Strasse zu den Seen Yehuin und Chepelmuth wegen des inzwischen gelöschten Waldbrandes immer noch gesperrt war. So geht es wieder nach Tolhuin, wo am 2. Januar das Paket....... nicht eintrifft. Grosser Ärger, Rätselraten und telefonische Rückfrage. Angeblich war die Ware nicht zustellbar. Unsere Gastgeber sind eher der Meinung, dass der Fahrer keine Lust hatte. Wiederholte Zustellversuche gibt es nicht, die Ware soll in Rio Grande, 100km entfernt, im Verteilzentrum abgeholt werden.



Am 3. Januar gegen Abend - endlich! Halten wir die Heizung in unseren Händen. Am Folgetag ist sie am Mittag eingebaut und nimmt ihren Dienst ohne Mucken sogleich auf. So findet diese Geschichte zu unserer grossen Freude ihr Ende und wir hoffen doch sehr, dass sie keine Fortsetzung findet. Zur Feier des Ganzen machen wir noch einen Ausflug zur Laguna Negra, einem kleinen Naturschutzgebiet in der Nachbarschaft, hübsch hergerichtet und mit Informationstafeln versehen.



Damit sind die Tage in Tolhuin gezählt. Die Möglichkeiten für Ausflüge sind hier begrenzt und wir müssen wegen der Antarktisfahrt sowieso nach Ushuaia zurück. Dort gibt es noch ein bis zwei grössere Wanderungen zu erleben.



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